Von August 2014 bis Juli 2015 habe ich in Mosambik gelebt und gearbeitet. Auf diesen Seiten werde ich von einige Eindrücke und Erfahrungen von meinem Freiwilligendienst in Maputo, der Hauptstadt, berichten. Bitte bedenkt, dass lediglich meine persönliche Sicht auf die Dinge hier zu lesen sein wird und dies nicht zu verallgemeinern ist! Es freut mich, dass ihr hier her gefunden habt!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Projekt, Fußball, Alltag und - die Wahlen!

Hallo ihr Lieben,

es ist schon wieder ein paar Tage her, als ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Zu aller erst und als Kurzfassung für die lese-faulen unter euch: Ich bin krank, mal wieder. Aber ansonsten geht es mir super gut!

Heute möchte ich euch nun endlich etwas ausführlicher zu meinem Projekt und somit meinem Tagesablauf berichten. Ich stehe jeden Morgen gegen 7:30Uhr, manchmal auch erst 8:00Uhr auf. Duschen, anziehen, Frühstücken, los. Wenn alles gut geht, bin ich kurz vor 9 Uhr in Liberdade, dort, wo meine Einsatzstelle vom Projekt REMAR liegt. Von der Paragem (Haltestelle) laufe ich nochmal zwischen 5 und 10 Minuten, je nachdem, wie groß die Müdigkeit noch ist. Gegen 9:00Uhr beginne ich dann meine Arbeit im Projekt. Als Anna und ich in den ersten Tagen schon um 8:00Uhr dort waren, wurden wir ganz verdutzt angeschaut – die Kinder seien ja noch gar nicht mit dem Putzen fertig und deshalb sollten wir doch lieber noch warten. Der Grund also, warum ich immer etwas mehr schlafen kann als andere Freiwillige. Die Kinder freuen sich immer riesig, wenn ich am Tor klopfe und auf den Schlüssel warte. Sobald die Tür dann aufgeht, trage ich ab und an schon einmal bis zu 3 Kinder gleichzeitig auf mir: Arme, Rücken, Beine. Nachdem sich die erste Euphorie gelegt hat, schaue ich mir die kleinsten an. Die „Babys“ haben oft noch ihr halbes Frühstück im Gesicht, weshalb es dann erst einmal WASCHEN heißt. Kami, Lucas, Lusinho und Gabriella leben mit ihren Müttern im Projekt, wohingegen Soninha und Life alleine hier wohnen. Sie sind zwischen einem und drei Jahren alt und ALLE so süß! Nachdem das Waschen geschafft ist, setze ich mich meist einfach irgendwo auf den Boden, brauche nur einmal in die Runde zu schauen und schwupps, schon sitzen sie, klettern auf mir, hangeln sich an mir herum. Manchmal muss ich dabei auch ganz schön Haare lassen, weil sie in der Hinsicht nicht immer so vorsichtig sind. Zu den restlichen Kindern, die am Vormittag im Haus sind: Zu den Babys kommen außerdem ca. 5-6 Jungen (die Namen, die ich kenne: Shitinho, Antonio, Anotinho, Jani (oder so ähnlich), Sabatinho). Sie sind alle zwischen 5 und 10 Jahren alt. Zudem leben natürlich viele Mädchen in diesem Haus, da es nun mal das Mädchenhaus ist. Entschuldigt, wenn ich noch nicht all ihre Namen kenne, aber hier mal eine kleine Auswahl: Anina, Selina, die Zwillinge (eine von ihnen heißt Medita), Admira (bis hier hin vielleicht alle zwischen 10 und 12 Jahren), Ana Paula (19 Jahre), Zinha (die Mutter von Gabriella, 15 Jahre), Zinha (auch ca 15 oder 16?!), Wanda (17 Jahre), Anita (Mutter von Lusinho, vielleicht um die 20?!), Celeste (Mutter von Lucas, wahrscheinlich auch um die 20 Jahre), Jessica (ca. 16 Jahre), Rosa (ca. 15 Jahre). Es sind einfach zu viele – also zum Namen merken. Darin bin ich hier nämlich unglaublich schlecht, wie ich jeden Tag erschreckend feststelle. Zu den genannten hüpfen immer mal noch 10 bis 15 Mädchen mehr hier herum. Mit den Kindern vom Nachmittag möchte ich erst gar nicht anfangen, da nach dem Mittagessen eine Horde von nochmals ca. 20 Kindern nach Hause kommt. Hoffentlich werde ich mit der Zeit noch alle Namen und dazugehörige Gesichter kennen! Weiter aber mit dem Tagesablauf: Zwischen 10:00 Uhr und 10:30 Uhr gibt es Lunch – meist eine Schüssel voll Reis-Chips-Ähnlichem, richtige Chips, einen Apfel oder Gebäck. Wie der Lunch ausfällt, hängt immer von den Spenden ab, die REMAR bekommt. Gab es aber zum Beispiel mal eine größere Spende von Chips oder sogar Kaubonbons, so wird das alles an einem Tag verteilt – aufteilen scheint hier nicht so „in“ zu sein, was ich sehr schade finde, da an manchen Tagen das Essen schon knapp wird. An einem Tag gab es zum Beispiel auch eine Spende von Chips und dazu gut 9,5kg portugiesischen Kuchen namens „Pasteis de Nata“. Anstatt für jedes Kind eines dieser leckeren Küchlein zu grillen, gab es erst einmal die Chips und anschließend wurde der gesamte Vorrat an Pasteis weggegrillt und vor allem nur unter den größeren, die sie zubereitet haben, aufgeteilt. Die Devise lautet anscheinend auch hier: Heute muss ich mit dem leben, was ich haben kann. Morgen ist ein neuer, anderer Tag. Nun gut, damit stimme ich nicht so ganz überein. Dennoch freue ich mich riesig über die immer mehr zunehmende Vielfalt beim Lunch, da es anfangs nur diesen chipsartigen Reis gab. Nach dem Lunch werden wieder Münde und Hände gewaschen und es geht auf in die zweite Runde kuscheln, spielen, Kinder durch die Gegend tragen, sich von der Müdigkeit der Babys mitreißen lassen oder alle 2 Minuten mit ihnen auf die Toilette gehen. Bei letzteren habe ich mich mit der Zeit an die Tatsachen gewöhnt, dass mindestens eine von den drei normalen Toiletten eigentlich immer kurz vorm Überlaufen ist, ich keinen Lappen zum sauber machen der Babys habe und auch nicht immer Seife zur Verfügung steht. Man kommt irgendwie mit allem klar, aber ohne Wasser würden sie sonst einfach ihre Hose hochziehen und weiter schmutzig herum laufen. Die Zeit bis zum Mittagessen kann sich manchmal ganz schön in die Länge ziehen, weshalb ich mir an manchen Tagen versuche, Kleinigkeiten auszudenken. Das Problem bei dessen Umsetzung ist nur, dass die Babys eigentlich noch nichts richtig mitmachen können, außer zu malen, und wenn ich mich mit den größeren hinsetzen und lesen oder rechnen möchte, so muss ich alle paar Minuten meine Arbeite für die kleinen und Großen Sorgen der Kinder unterbrechen: Streitereien, eine Mutter, die sich gerade nicht um ihr Kind kümmern möchte, das Bitten nach Wasser, Toilette oder der wie verrückt in der Gegend frei herumlaufende Hund Chester, der unser Haus „bewacht“ und sich mal wieder von seiner Leine befreien konnte. Zu ihm muss man Folgendes sagen: Er geht mir maximal bis zur Mitte der Waden, hat ein immer verklebtes Gesicht und wenn er versucht, zu bellen, hustet er eher mal und verschluckt sich am kläglichen Versuch. Ihr seht also, einen richtigen Plan zu erstellen, bringt leider kaum etwas, weshalb ich mich auch noch nicht zu allzu vielen Aktionen überreden konnte. Zur Zeit lerne ich fleißig Klatschspiele, portugiesische Kinderlieder oder darf lernen, wie man in Mosambik mit einer „Selfmade“-Gummihopse umgeht (Bonbonpapier weit auseinander gezogen und dann zusammen geknotet). Zwischen 11:30 Uhr und 12:30 Uhr gibt es dann Mittag, was so gut wie immer aus Chima und Fisch besteht. Aber auch hier gab es in letzter Zeit etwas mehr Abwechslung als anfangs: Reis, Nudeln, Lula (Tintenfisch), Feijoadas (Bohnen) oder ein anderer, besserer Fisch. Dennoch finde ich das Essen nicht so ansprechend und oft lehne ich dankend ab. Während die Kinder essen, laufe ich zwischen drinnen (Jungs und Mädchen) und draußen (Babys) hin und her und verteile Wasser oder helfe den Kleinen beim Essen. Das Mittag kann sich an einigen Tagen als echte Qual heraus stellen, wenn es entweder so gut schmeckt, dass die großen Jungs irgendwann raus gerannt kommen und den Kleinen das Essen wegnehmen oder es eben nicht schmeckt und sich manche Babys verweigern, überhaupt etwas zu essen. Sowieso landet bei einigen so einiges unterm Tisch und auf der Kleidung, was ich ihnen nicht unbedingt über nehmen kann, da sie nun einmal alle mit großen Löffeln essen und manche diese noch nicht beherrschen können. Nach dem Essen heißt es wieder waschen, Tische abwischen, Stühle zusammenstellen, den Essensraum wischen und anschließend vor allem die Babys ins Bett bringen. Damit bin ich meist spätestens 13:00 Uhr oder 13:30 Uhr fertig. Normalerweise würde mein Arbeitstag noch bis 15 Uhr weiter. Da in dieser Zeit aber alle Kinder schlafen, gehe ich meist nach dem Essen nach Hause, fahre in die Stadt oder gehe im Take Away etwas essen. Damit habe ich einen recht kurzen Arbeitstag, was ich mal mehr und mal weniger begrüße. Ich hoffe, dass sich das noch etwas ändern wird. In nächster Zeit möchte ich die Mädchen nach dem Mittagessen gern zur Schule begleiten, die sich gegen 12:00Uhr zu Fuß dorthin aufmachen. Bewegung und Arbeit – vielleicht ist das ein kleiner Schritt.
Generell gefällt mir meine Arbeit im Projekt aber immer besser, was nicht heißt, dass ich das Projekt an sich mittlerweile sonderlich mag. Mit mir zusammen gibt es nur eine weitere Tia, die sich um all die Kinder mehr oder weniger „kümmert“ (Das Kümmern ist leider stark von der Tia abhängig...). Es ist nicht unüblich, dass hier geschlagen wird, und auch unter den Kindern selbst hat sich eine ziemlich harte Hierarchie eingespielt. Hier ist wohl das Motto: Wie du mir, so ich dir. Oder: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Zudem sind auch meine eigentlichen Ansprechpersonen nicht wirklich erreichbar für mich und es gibt auch keine finanzielle Unterstützung, wenn ich zu, Beispiel mal Stifte kaufen möchte. Das gesamte Projekt REMAR wird hier in Mosambik von einem portugiesischen Ehepaar geleitet. Der Mann ist Pastor, die Frau singt zum Gottesdienst mit ihrer Tochter und anderen Angestellten und der Sohn kümmert sich um die Technik. REMAR umfasst hier in Maputo angeblich mehrere Zentren, von denen ich lediglich das Mädchenhaus in Liberdade und das Jungenhaus mit Kirche und Schule in Machava kenne. Neben diesen Häusern, in denen nicht nur Waisen sondern auch ehemalige Drogenabhängige leben, führt REMAR auch Bioläden und Secondhand-Geschäfte. Ein recht großes Projekt, in dem ich hier arbeite und bei dem man denken sollte, dass alles glatt und super organisiert abläuft. Leider kann ich aus meiner Erfahrung oft nur vom Gegenteil berichten. Das soll es mit dem „kleinen“ Einblick in mein Projekt gewesen sein. Wenn euch dennoch etwas fehlt, schreibt es mir doch einfach.

Nach dem Wochenende der Konfirmation, bei dem ich das letzte Mal stehen geblieben bin, ist doch noch einiges passiert. Entschuldigt, wenn es vielleicht etwas durcheinander sein könnte – ich sollte anfangen, Tagebuch zu schreiben...
Am Samstag, dem 11.10., spielten im Estadio da Machava, 10 Minuten Fußmarsch von meinem Zuhause entfernt, Cape Verde gegen Mosambik. Ein Fußballspiel? Na klar, hin da! Tatsächlich hat Mosambik 2:0 gewonnen, was auch ziemlich laut gefeiert wurde. Mit deutschem Fußball möchte ich es dennoch nicht vergleichen. Ich denke aber, hier sagen die Bilder mehr, die ich versuche, ganz zum Schluss hochzuladen. Nach dem Spiel waren wir noch kurz ein Bier trinken, da Emmi, die Finnin am nächsten Tag für 2 Wochen nach Hause fliegen sollte. Die anderen sind noch weiter gegangen, ich allerdings wegen Krankheit nach Hause. Am Sonntag habe ich mich ganz entspannt mit Inga im Garten der Verliebten getroffen, richtig viel gequatscht und einfach die Ruhe genossen. Das war soooo super schön und tat nach den ersten Tagen allein arbeiten ziemlich gut. Die nachfolgende Woche war eher so mittelmäßig spannend. Bis zum Mittag arbeiten, danach entweder noch in die Stadt oder nach Hause. Irgendwas gab es immer zu tun, auch wenn es ab und an nur Mittagsschlaf ist. Bis auf Mittwoch, aber über diesen besonderen Tag berichte ich in einem anderen Abschnitt dieses Eintrags.) Dieses Wochenende fing dann wieder richtig super an: Am Freitag trafen sich Anna, Inga, Lion, Christoffer und ich uns mit Freunden von uns an der Station Coca Cola (zu Fuß 10 Minuten von mir). Dort waren wir in einer Bar so gut essen, wie noch nie hier in Mosambik! Schweinefleisch, an dem man sich schon allein satt sehen konnte, Pommes und Salat! Zusammen mit einem Bier habe ich knapp über 3€ für alles bezahlt. Danach sind wir weiter nach Socimol gefahren, vielleicht 10 Minuten mit dem Chapa. Hier statteten wir uns noch mit Alkohol für den Abend aus und liefen dann zu einem der Jungs nach Hause. Ein entspannter Abend war das, der gegen 1:00Uhr nachts nochmals mit richtig viel, leckerem Fleisch gekrönt wurde. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir zwar schon nicht mehr ganz so gut, aber dennoch war ich fit. Gegen 5:00Uhr fiel ich ins Bett und schließ mehr oder weniger gut immerhin 3 Stunden. Aufgewacht bin ich dann allerdings ohne Stimme, was sich leider bis jetzt nicht gebessert hat. Da war der Wind wohl doch zu stark und Anni zu schwach. Seit langem gab es schon keine Woche mehr, in der ich mich so richtig gesund gefühlt habe. Generell spielt das Wetter hier zur Zeit etwas verrückt: Es sieht fast jeden Tag nach Regen aus, der nicht kommt, und die Temperaturen schwanken irgendwo zwischen zu Tode schwitzen und frieren. Ein Wetter, was mein Kreislauf vor allem letzte Woche sehr gefordert hat. Ich hoffe, dass meine Heiserkeit jetzt die Krönung ist und ich morgen hoffentlich wieder arbeiten kann. Ohne Stimme brauche ich bei den Rabauken nicht aufkreuzen...

Die Wahl

Wie einige es vielleicht doch schon mitbekommen haben, finden, bzw. fanden mittlerweile, dieses Jahr Wahlen in Mosambik statt. Dies geschieht in diesem Ausmaß alle 5 Jahre: Präsidentschafts-, Parlaments-und Regionalwahlen. Der bis vor Kurzem noch amtierende Präsident Armando Guebuza regiert mit seiner Partei FRELIMO (Frente da Libertação de Moçambique) bereits seit 2005, darf dieses Jahr laut Gesetzt jedoch nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Insgesamt stehen den Parteien 40 Tage Wahlkampf zur Verfügung, wobei 2 Tage vor dem Gang zur Urne jegliche Kampagnen eingestellt werden müssen – ob aus Sicherheitsgründen, damit die Stimmung nicht zu sehr aufgeheizt wird oder einfach, um den Freiwilligen im Land nochmal zwei ruhige Nächte zu schenken – wer weiß das schon. Seit dem 01.09.2014 herrschte in diesem Land hier sozusagen Ausnahmezustand, denn Wahlkampf muss man hier tatsächlich wortwörtlich nehmen: In der Nacht vom 31.08. zum 01.09. wurde vermutlich ganz Mosambik, oder zumindest ganz Maputo von oben bis unten mit Wahlplakaten beklebt. Überall sah man, vor allem in Maputo, das Symbol der Partei FRELIMO und das Gesicht des neuen zur Wahl stehenden Präsidentschaftskandidaten Filipe Jacinto Nyusi. Neben der FRELIMO gibt es zwei weitere Parteien, die für den Wahlkampf interessant sind: Die MDM (Movimento Democrático de Moçambique) sowie die RENAMO (Resistência Nacional de Moçambique), derzeit größte Oppositionspartei. Im Gegensatz zur FRELIMO sieht man in Maputo aber kaum Werbung der anderen Parteien. Viel mehr veranstaltete die so gut wie sichere Siegerpartei einen dermaßen penetranten Wahlkampf, den man kaum beschreiben kann. Allein der extra dafür entstandene Wahlsong ist ein „Meisterwerk“, wenn es um Sachen Wahlwerbung geht. Die portugiesischen Kinderlieder in meinem Projekt wurden in den letzten Wochen von diesem Lied abgelöst und werden wahrscheinlich noch zu lange in den Köpfen der Kleinen bleiben. Dazu kommen unzählige FRELIMO- und Nyusi-... : Tshirts, Capulana, Fahnen, Basecaps, Mützen, Hosen, Röcke, … ALLES, was das FRELIMO-Herz begehrt. Auch nach der Wahl wird deshalb noch einiges an diese Zeit erinnern. Am letzten Mittwoch war dann DER große Tag: Nach zwei Wahlkampf-Ruhetagen durften wir Freiwilligen ausschlafen, während Millionen von Mosambikanern stundenlang in unendlich langen Reihen darauf warteten, ihre Stimme mittels eines Fingerabdrucks abzugeben. Das Wahlergebniss, ich muss euch leider enttäuschen, steht allerdings bis heute nicht fest. Auch hier ist die Uhr wohl etwas stehen geblieben, und so kann es schon mal bis zu 10 Tagen dauern, eh die genauen Zahlen bekannt sind. Laut meinem Gastvater habe allerdings FRELIMO, wer hätte es anders erwartet, gewonnen und die RENAMO habe einen großen Abstand. Wer genaueres zu diesen beiden Parteien erfahren und die Geschichte Mosambiks etwas genauer verstehen möchte, sollte selbst am besten einmal recherchieren, da ich hier für keine Missverständnisse verantwortlich sein möchte.

Das soll es jetzt aber doch endlich gewesen sein und hiermit verspreche ich euch, meinen nächsten Beitrag entweder nicht so lange hinaus zu zögern oder einfach kürzer zu fassen!

Bilder gibt es mal wieder nach Internetsituation; ihr kennt das ja.

Bis zum nächsten Eintrag fühlt euch alle ganz lieb gedrückt. Dieser wird dann vermutlich mein Monatsabschlussbericht sein, dann ist bereits ¼ meines Jahres hier vorbei!


In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif und genießt jeden Tag!

Eure Anni :)

Szene vor dem Spiel

Mocambique!

Die beiden Manschaften: Links Mocambique, rechts Capo Verde.

Ein Augenblick im Spiel.

Mittagessen im Projekt: Losinho und im Hintergrund Soninha - zwei meiner Sonnenscheinkinder :)

Bis jetzt das allerbeste und verhältnismäßig günstigste Essen!


2 Kommentare:

  1. So, liebe Anni, da haben wir ja wieder einiges zu lesen gehabt. Weniger schön ist allerdings, dass du wieder krank bist. Vielleicht trinkst du ja zu wenig. Ich habe mal gelesen, dass man eine Erkältung einfach wegtrinken kann. Außerdem hilft es, viele (zuckerfreie) Bonbons zu lutschen. Gerade, wenn man viel reden und ab und zu schreien muss, um gehört zu werden. Ich habe mir vor knapp zwei Wochen die Grippeimpfung geben lassen. Da bleibe ich das ganze Jahr über fit. Der gestrige Sonntag war hier bei uns wieder herrlich, 23°C und das am 19. Oktober! Am Sonnabend waren wir mit der family Pilze suchen. Mein Papa war auch dabei. Es gibt zwar zur Zeit nicht ganz so viele Pilze, aber ein großer Korb ist trotzdem zusammengekommen. Meine Mama hat ein leckeres Pilzgericht daraus gezaubert. Die tolle Waldluft war einfach toll. Diese Woche soll es nicht mehr ganz so schön werden. Nun ist bei euch ja fast schon ein Viertel des Aufenthaltes in Mosambik rum, gibt es eine big party? Hoffentlich geht es dir bald wieder besser. Ich wünsche dir eine schöne Woche, schon' dich etwas. In diesem Sinne viele liebe Grüße von Kati.

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  2. Hallo Anni, es ist wieder Montag, Zeit zum Schreiben. Gestern wurden die Uhren auf "Winterzeit" zurückgestellt, also auf die eigentlich normale Zeit. Das heißt, dass es jetzt abends ganz früh dunkel ist. Morgens ist es dafür etwas früher hell. Aber das dauert nicht lange. Bald gehen wir im Dunkeln zur Arbeit und kommen im Dunkeln zurück. Die dunkle Jahreszeit, am schlimmsten ist für mich der November. In dieser Beziehung beneide ich dich ein wenig. Hoffentlich geht es dir wieder gut. Wenn man die Bilder so anschaut, die du geschickt hast, wird man irgendwie nachdenklich. Ich würde manchmal gern die Lebensmittel, die doch ab und zu im Müll landen, lieber zu euch schicken, wenn das gehen würde. Wenn man in die großen Augen der Kids schaut, möchte man irgendwie helfen. Sei stolz auf das, was du machst. Du hast, und das kann ich nur immer wieder wiederholen, meinen allergrößten Respekt. In diesem Sinne viel Kraft für die nächsten Tage und liebe Grüße aus der Heimat von Kati.

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